Anlass des städtebaulichen Wettbewerbs

Der Schlossplatz stellt den zentralen Kern der Ortsmitte Saarwellingens dar. Seinen Namen erhielt er aufgrund der Lage am barocken Schloss, in dem das Rathaus untergebracht ist. Die Vorstadtstraße, eine der Hauptverkehrsstraßen, führt über den Platz und durchschneidet ihn in Nordsüdrichtung. Zwei Kreisverkehrsplätze begrenzen ihn im Norden und Süden.

Die Bahnhofstraße und der Bereich Schlossplatz bilden derzeit das Versorgungszentrum Saarwellingens, in dem sich der größte Teil der Läden und eine Reihe von Dienstleistungen, nicht zuletzt auch das Rathaus befinden.

Der zentrale Bereich soll künftig ergänzt werden um das Versorgungszentrum auf der Breitwies, dem ehemaligen Festplatz. Hier sollen u.a. ein Vollsortimenter, zwei Discounter und verschiedene Läden, die das Versorgungsangebot Saarwellingens abrunden, angesiedelt werden.

Benachbart zum Rathaus wurden entlang der Wilhelmstraße bereits einige leerstehende Gebäude mit mangelhafter Bausubstanz abgebrochen, um Raum für die künftigen Entwicklungen im Umfeld des Schlosses zu schaffen. Der Gebäudekomplex der Festhalle, die durch einen Neubau im Bereich des jetzigen Standortes ersetzt werden soll, und der Feuerwehr, die an einen anderen Standort verlagert werden wird, soll ebenfalls abgebrochen werden.

 

Ziel des städtebaulichen Wettbewerbs

Der städtebauliche Wettbewerb zur Umgestaltung des Schloßplatzes wurde als Mehrfachbeauftragung konzipiert. Zur Teilnahme wurden drei Planungsteams aufgefordert.

Ziel des Planungsprozesses war es, Konzepte für die städtebauliche Neuordnung und Neugestaltung des Schloßplatzes und seiner Umgebung zu erhalten. Teil der Aufgabe war neben dem Schloßplatz auch das Umfeld des Rathauses, der Neubau der Festhalle, sowie die Anbindung an den Bereich „Breitwies“.

Aus dem Oberziel „Stärkung und Attraktivierung des Saarwellinger Zentrums“ sowie „die nachhaltige Sicherung und Entwicklung der Versorgungsfunktion“ abgeleitet waren folgende Unterziele zu betrachten:

  • Schaffung einer attraktiven städtebaulichen Situation
  • Neuordnung und -gestaltung des Schloßplatzes unter Berücksichtigung vorhandener und geplanter Funktionen
  • Verknüpfung der öffentlichen Räume des Betrachtungsgebietes mit der Umgebung
  • Formulierung städtebaulicher und architektonischer Vorgaben für den Neubau der Festhalle
  • Optimierung der Flächennutzung hinsichtlich Funktionalität und Wirtschaftlichkeit
  • Bezugnahme auf das Versorgungszentrum „Breitwies“
  • Berücksichtigung der besonderen Belange der denkmalgeschützten Bausubstanz des Schlosses

 

Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs

Das Verfahren wurde von einem Entscheidungs- und Beratungsgremium begleitet, dessen Aufgabe es war, den Prozess der Ideenfindung zu begleiten und zu steuern, indem im Rahmen von Workshops Anregungen und Kritik zu den vorgestellten Ideen geäußert wurden.

Die Jury wurde zusammengesetzt sein aus externen und gemeindeinternen Fachleuten der Bereiche Stadtplanung/Architektur sowie Verkehrsplanung, einem Vertreter des Fördergebers (Ministerium des Inneren) sowie Vertretern der Verwaltung (Auftraggeber), der örtlichen Politik und der lokalen Akteure. Darüber hinaus waren Berater ohne Stimmrecht (lokale Politik) anwesend.MFB_Schloßplatz_Jury

1.Platz

ARUS GmbH – Willi Latz, Püttlingen / Ernst und Partner, Trier

MFB_Schloßplatz_Entwurf_1

2.Platz

Wandel-Hoefer-Lorch, Saarbrücken / BGH Plan, Trier

MFB_Schloßplatz_Entwurf_2

3.Platz

HDK Dutt + Kist, Saarbrücken / Hepp + Zenner, Saarbrücken

MFB_Schloßplatz_Entwurf_3

Die drei vorgestellten Entwürfe dienen der Ideenfindung. d.h. dass die Planungen nicht zwangläufig genau in dieser Form umgesetzt werden. Sie dienen vielmehr als Grundlage für die zukünftigen Planungsschritte wie z.B. bei Umgestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum oder für die Planung der neuen Festhalle.

Eine Ausstellung aller Pläne des städtebaulichen Wettbewerbs und weiteren Erläuterungen zu den einzelnen Entwürfe finden Sie in der Bürgerinfothek des Zentrumsmanagements. (zur Zeit befindet sich die InfoThek an der Ecke Schloßstraße/Engelstraße)